ORNAMENT UND VERBRECHEN PDF

Only in was the essay published in German in the Frankfurter Zeitung , as Ornament und Verbrechen. The essay is important in articulating some moralizing views, inherited from the Arts and Crafts movement , which would be fundamental to the Bauhaus design studio, and would help define the ideology of modernism in architecture. He eventually conceded to requirements by adding a flowerpot. It struck him that it was a crime to waste the effort needed to add ornamentation, when the ornamentation would cause the object to soon go out of style.

Author:Molkis Dadal
Country:Mayotte
Language:English (Spanish)
Genre:Finance
Published (Last):12 May 2012
Pages:311
PDF File Size:12.4 Mb
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ISBN:801-4-92476-683-1
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Mit zwei jahren sieht er wie ein papua, mit vier jahren wie ein germane, mit sechs jahren wie Sokrates, mit acht jahren wie Voltaire. Der physiker zeigt heute auf farben im sonnenspektrum, die bereits einen namen haben, deren erkenntnis aber dem kommenden menschen vorbehalten ist. Das kind ist amoralisch. Der papua schlachtet seine feinde ab und verzehrt sie. Er ist kein verbrecher. Wenn aber der moderne mensch jemanden abschlachtet und verzehrt, so ist er ein verbrecher oder ein degenerierter.

Der drang, sein gesicht und alles, was einem erreichbar [ ] ist, zu ornamentieren, ist der uranfang der bildenden kunst. Es ist das lallen der malerei. Alle kunst ist erotisch. Das erste ornament, das geboren wurde, das kreuz, war erotischen ursprungs.

Ein horizontaler strich: das liegende weib. Ein vertikaler strich: der sie durchdringende mann. Der mann, der es schuf, empfand denselben drang wie Beethoven, er war in demselben himmel, in dem Beethoven die neunte schuf. Ich habe folgende erkenntnis gefunden und der welt geschenkt: evolution der kultur ist gleichbedeutend mit dem entfernen des ornamentes aus dem gebrauchsgegenstande.

Ich glaubte damit neue freude in die welt zu bringen, sie hat es mir nicht gedankt. Jede zeit hatte ihren stil und nur unserer zeit soll ein stil versagt bleiben? Mit stil meinte man das ornament.

Da sagte ich: Weinet nicht! Wie Zion, die heilige stadt, die hauptstadt des himmels. Aber es gibt schwarzalben, die das nicht dulden wollten. Die menschheit sollte weiter in der sklaverei des ornamentes keuchen. Nun gut, die ornament-seuche ist staatlich anerkannt und wird mit staatsgeldern subventioniert. Aber alle modernen menschen werden es. Nein, verehrter herr professor aus der kunstgewerbeschule, ich kasteie mich nicht!

Mir schmeckt es so besser. Die schaugerichte vergangener jahrhunderte, die alle ornamente aufweisen, um die pfauen, fasane und hummern schmackhafter erscheinen zu lassen, erzeugen bei mir den gegenteiligen effekt. Mit grauen gehe ich durch eine kochkunstausstellung, wenn ich daran denke, ich sollte diese ausgestopften tierleichen essen. Ich esse roastbeef. Diesen schaden kann die zeit nicht ausgleichen. Ich lebe vielleicht im jahre , mein nachbar aber lebt um und der dort im jahre Und wie stehts auf dem lande?

Der bauer ist kein christ, er ist noch ein heide. Der eine macht ersparnisse, der andere schulden. So ist es mit ganzen nationen. Der chinesische schnitzer arbeitet sechzehn stunden, der amerikanische arbeiter acht. Ornament ist vergeudete arbeitskraft und dadurch vergeudete gesundheit. So war es immer. Heute bedeutet es [ ] aber auch vergeudetes material, und beides bedeutet vergeudetes kapital. Was geschah mit der ornamentik Otto Eckmanns, was mit der Van de Veldes?

Seine produkte werden schon nach drei jahren von ihm selbst verleugnet. Wo sind heute die arbeiten Otto Eckmanns? Wo werden die arbeiten Olbrichs nach zehn jahren sein? Das moderne ornament hat keine eltern und keine nachkommen, hat keine vergangenheit und keine zukunft. Die zeit des arbeiters, [ ] das verwertete material sind kapitalien, die verschwendet werden. Die industrie verlangt das. Aber in jenen gewerben, die unter der tyrannei der ornamentiker schmachten, wird gute oder schlechte arbeit nicht gewertet.

Die arbeit leidet, weil niemand gewillt ist, ihren wahren wert zu bezahlen. Kein ornament kann heute mehr geschaffen werden von einem, der auf unserer kulturstufe lebt. Arbeit, die der schuster geleistet hat, die ihm nicht bezahlt wurde. Ich werde ihnen vierzig kronen zahlen. In gedanken sieht er schon die fertigen schuhe vor sich. Er hat weniger arbeit, aber ich habe ihm alle freude genommen.

Ich predige den aristokraten. Sie sind dann auch meine freude. Dass kann mein schuster nicht. Ich darf ihm seine freude nicht nehmen, da ich nichts anderes an ihre stelle zu setzen habe. Wer aber zur neunten symphonie geht und sich dann hinsetzt, um ein tapetenmuster zu zeichnen, ist entweder ein hochstapler oder ein degenerierter.

Wir sind feiner, subtiler geworden. Ornamentlosigkeit ist ein zeichen geistiger kraft. Seine eigene erfindung konzentriert er auf andere dinge. Anmerkungen des Herausgebers [] Wo der erste druck dieser vielleicht bekanntesten arbeit von Adolf Loos erschien, konnte noch nicht festgestellt werden.

Nur in der deutschen nicht. Ideen, die sich kraft ihrer inneren wahrheit durchgesetzt haben und nicht mehr zu bannen sind.

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